Wegweiser für Schiverletzungen

Der Winter 1998/1999 hat uns zwar einen frühen Schneefall und damit einen früheren Schi-Saison-Beginn als die letzten Jahre beschert, die Schneelage hat sich aber in den letzten Wochen nicht wesentlich vermehrt. Damit ist die Schneedecke dünn, überall schauen Steine, Zäune, Sträucher und andere Hindernisse heraus, die Piste und der Boden ist hart gefroren. Nicht nur der Pistenfahrer, auch Tourengeher, Langläufer und Snowboarder sind davon betroffen.

Zur Vorbeugung und Vermeidung von Schiunfällen zählt in erster Linie eine gute Ausrüstung. Aber auch eine gute Vorbereitung, Aufwärmen und Training ist nicht unwesentlich, um ohne größeres Risiko Freude am Wintersport haben zu können.

Immer wieder werden einzelne Wintersportarten als besonders unfallträchtig herausgestrichen. Es häufen sich Berichte von Unfallchirurgien über schwere Verletzungen. Eigentlich sollte man sich danach gar nicht mehr auf die Piste wagen!

Trotzdem - wer sich gut vorbereitet, und seinen Sport "professionell" betreibt wird wenig Verletzungen und viel Freude am Wintersport haben. Was heißt "professionell" ? In meinen Augen braucht jeder Sport eine gute Ausbildung und Einhalten der wichtigsten Regeln. Damit kann man viel effizienter und schneller vorankommen als durch eigene "schmerzhafte" Erfahrungen. Auch für Snowboarder rentiert sich ein Einführungskurs, der auch für Kinder heute überall angeboten wird.

Mit welchen Verletzungen müssen Sie am häufigsten rechnen:

  • beim Alpin-Schisport:
  • Schnittwunden, Bandverletzungen (Schidaumen, Kreuzband), Knochenbrüche, Bauchverletzungen, Schädelhirntrauma,
    • beim Touren-Schisport:
  • Lawinen-Unfälle, Bandverletzungen (Meniscus, Seitenband), Knochenbrüche,
    • beim Langlauf-Schisport:
  • Bagatellverletzungen aber auch Knochenbrüche wie z.B. Schenkelhalsbruch bei älteren Leuten
    • beim Snowboarden:

    Prellungen, Verstauchungen, Brüche, vor allem Hand- und Knieverletzungen,

    Was tun bei:

    • Frischen Verletzungen:
  • Erstversorgung auf der Piste, beim Praktischen Arzt oder in einem Krankenhaus. Lassen Sie auf jeden Fall jede Verletzung genau abklären! Die geeignete Nachbehandlung ist sehr wichtig zur völligen Wiederherstellung.
    • Älteren Verletzungen:
  • Abklärung durch den Praktischen Arzt, Facharzt oder entsprechende Fachabteilung. Warten Sie bei Beschwerden nicht zu lange zu! Durch Röntgenbilder und Zusatzuntersuchungen wie eine Magnetresonanz-Tomographie kann oft eine schmerzhafte Verletzung abgeklärt und dann richtig behandelt werden.

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    Dr.med. Wolfgang Oberthaler
    Facharzt für Orthopädie und orthopädische Chirurgie

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