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Das richtige Bett
Da der Mensch rund ein Drittel seines Lebens
im Bett verbringt, hat auch die Wirbelsäule ein entsprechendes
Mitspracherecht bei der Wahl der richtigen Schlafstatt. Denn andernfalls
signalisiert sie jeden Morgen durch Steifheit und ziehende Kreuzschmerzen,
daß sie schlecht geruht hat. "Signalgeber" sind dabei
die Bandscheiben, die eine ausreichende Entlastung brauchen, um sich
ernähren zu können. (über die osmotische und druckgesteuerte
Wasserhaushaltregulierung) Auch die kleinen Wirbelgelenke spielen dabei
eine wichtige Rolle. Auf einer nach allen Richtigen federnd nachgebenden
Unterlage nimmt die Wirbelsäule samt Bandscheiben, Gelenken und
Muskulatur schmerzhafte Fehlhaltungen ein. Von der nötigen Entspannung
beim Schlafen kann daher keine Rede sein.
Eine Patentlösung für ein ideales
Bett gibt es nicht. Allzu verschieden sind Körperbau, Gewicht,
Form der Wirbelsäule, Schlafgewohnheiten, Klima und Zivilisation.
Trotzdem gibt es einige Richtlinien:
- Betten mit Federeinsätzen können
durch Einlegen einer durchgehenden, 2 cm dicken Spanholzplatte entschärft
werden.
- Zu weiche, zu harte und zu gefederte Matratzen
sollen ausgetauscht werden. Es dürfen nur einteilige Matratzen,
möglichst aus Latex oder Federkern verwendet werden. Rosshaar
ist das beste Material, leicht aber sehr teuer. Latex ist schwer,
kann aber teilweise preisgünstig erworben werden.
- Federkernmatratzen sollen viele kleine
Federn und eine gute Umhüllung aufweisen.
- Latexmaterial muß eine dicke und
qualitativ gute Umhüllung aus Naturmaterialen aufweisen. (Schafwolle,
Baumwolle)
- Kein Bett sollte ohne Lattenrost angeschafft
werden! Die Latten müssen elastisch gelagert werden. Es gibt
sehr ausgeklügelte, aber auch teuere Systeme, nicht immer ist
das teuerste auch das beste. Wichtig ist aber eine Verstellmöglichkeit
von Kopf- gut auch vom Fußteil.
- Der Kopfpolster soll nicht zu hoch und
dick sein, da Verkrümmungen der Halswirbelsäule schmerzhafte
Verspannungen, Migräne und Kopfschmerzen auslösen können.
Die Matratzen sollen daher eben sein, der Polster weich und nicht
zu hoch. Spezialpolster sind bei empfindlichen Menschen vorteilhaft,
im Normalfall jedoch nicht nötig. Kein zu großer Wärmestau!
Leichte und praktische Bettwäsche erleichert die Hygiene im Schlafraum,
der gut lüftbar sein sollte und eine erhöhte Luftfeuchtigkeit
zur Vermeidung von Verkühlungen und Schnarchen aufweisen sollte.
Grundsätzlich gilt: ein Bett
- Matratze und Lattenrost - sollte ausprobiert werden. Entweder kurz
im Geschäft, oder - noch besser daheim. Bestehen Sie daher beim
Kauf auf diese Möglichkeiten !
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