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Epilepsie - Geschichte
Epilepsie kommt aus dem Griechischen und
heißt zu Deutsch: »Gepacktwerden«, »Ergriffenwerden«,
»Angefallenwerden«, also Anfall. Man vermied es nach Möglichkeit
den wahren Namen zu nennen und verwendete dafür Umschreibungen.
Speziell im Altertum verwendet wurden "Heilige Krankheit",
"Fallende Sucht", "Fallendes Übel", "Schwere
Not", "Böses Wesen", "St. Valentins Weh",
"Frais".
In früheren Jahrhunderten wurde bei großen Anfällen
das Wirken überirdischer Mächte vermutet.
Ein soeben noch in jeder Beziehung unauffälliger
Mensch stürzt plötzlich mit einem Aufschrei zu Boden, verdreht
die weit aufgerissenen Augen, beginnt am ganzen Körper zu zucken,
würgt Schleim aus dem Mund, lässt unter sich und verfällt
schließlich in einen todähnlichen Schlaf.
Im Mittelalter wurde die Epilepsie als eine
ansteckende Krankheit angesehen, wie Lepra- oder Pestkranke verbannte
man Anfallskranke aus der menschlichen Gesellschaft. Andere Methoden
im Kampf gegen die Anfallskrankheit waren Teufelsaustreibung (Exorzismus)
oder die Befreiung von der dämonischen
Besessenheit durch das Anbringen von Bohrlöchern im Schädeldach.
Schon vor ca. 2400 Jahren schrieb der griechische Arzt Hippokrates ein
Aufklärungsbuch über Epilepsie mit dem Titel " Über
die sogenannte heilige Krankheit". Eine heute moderne Naturwissenschaft
hat viele seiner damaligen Thesen bestätigt.
Viele prominente Persönlichkeiten z.B. Julius Cäsar, Charles
Dickens, Leonardo da Vinci und Vincent van Gogh litten an Epilepsie.
Immer noch gibt es Menschen, welche die Epilepsie für eine unheilbare,
erbliche Geisteskrankheit halten, die unaufhaltsam zu einem geistigen
Abbau führt. Selbst wenn die Krankheit heut zu Tage mit Hilfe moderner
Heilmethoden beseitigt werden kann, sind die Wurzeln der Diskriminierung
in Unwissenheit und Aberglaube zu suchen. Durch geduldige Aufklärung
kann das Ziel erreicht werden, diese uralte Krankheit im Lichte der
modernen Wissenschaft zu sehen und die heutigen wirkungsvollen
Behandlungs- und Heilmethoden voll auszuschöpfen.
Die Informationstexte zum Thema Epilepsie
wurden uns mit freundlicher Genehmigung zur Verfügung gestellt
von:
Franz
Püringer - Deutschsprachige Epilepsie Information
www.members.aon.at/puer
kontakt.epilepsie@dr-med.com
Lorenz Mandlgasse 32/34
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Tel: +43-(0)664-2115612
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