Wann ist eine Operation notwendig?

Wenn Krampfadern Schmerzen und Schwellungen verursachen.
Entgegen der landläufigen Meinung beinhalten Krampfadern kein erhöhtes Thrombose Risiko, denn eine Thrombose entsteht in den tiefer gelegenen, von außen nicht sichtbaren Venen. Vereinzelte Krampfadern werden oft als störend empfunden, haben aber keinen Krankheitswert. Diese können mit örtlicher Betäubung mittels kleine Stiche und einer Art Häkelnadel fast narbenfrei entfernt werden.
Wenn allerdings eine Hauptvene betroffen ist, und dies kann mittels Ultraschall eindeutig geklärt werden, ist eine Vollnarkose notwendig, da hier ein Schnitt in der Leiste vorgenommen werden muß.

Von diesen Krampfadern zu unterscheiden sind die sogenannten Besenreiser. Sie sind völlig ungefährlich und beeinträchtigen nur das Schönheitsempfinden. Sie können durch Unterspritzungen beseitigt werden.

Sehr schmerzhaft sind Venenentzündungen. Häufig aber nicht ausschließlich treten sie bei vorbestehenden Krampfadern auf. Wenn sich schmerzhafte Verdickungen an den entzündeten Venen bilden, sollten diese, solange sie noch frisch sind, beim Arzt mit einem Skalpell geöffnet, und das sich darin befindende gestockte Blut ausgedrückt werden. Dies bringt eine Erleichterung und führt zu schnellerer Abheilung.

Eine weitere Therapie sind entzündungshemmende Medikamente und Bandagieren der Beine. Nach einer Venenentzündung sollte der Arzt nach einem eventuell vorhandenen Entzündungsherd im Körper fahnden. Sehr häufig sind solche Herde in den Zähnen, Mandeln oder im gynäkologischen Bereich vorhanden und wenn sie nicht beseitigt werden, kommt es immer wieder zu neuen Venenentzündungen. Eine weit ernstere Erkrankung der Venen stellt die Thrombose dar.

 



Dr. Med. Univ. Schiwa Schlim-Almasbegy
Andreas-Hofer-Str.4/I
6020 Innsbruck