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Das Schleudertrauma aus der Sicht des
HNO- Arztes
Das "Cervicalsyndrom"
Rechtzeitige Diagnose und Behandlung verhindert
Spätschäden!
Jahrelange Kopf- u. Nackenschmerzen sind
oft die Folge eines nicht erkannten Schleudertraumas im Rahmen eines
Auto- oder Sportunfalls. Oft erst nach JAhren wenden sich die Patienten
mit den Symptomen Hörstörungen, Schwindel und Ohrensausen
(Tinnitus) an den Hals- nasen- Ohren Arzt. Im Rahmen dieser Verletzung
können gelegentlich Kältegefühl in den Händen, Ameisenlaufen,
Sehstörungen und bei einem Zehntel der Fälle auch Trigeminusneuralgien
im Stirnbereich auftreten.
Die medizinische Abklärung wird mit speziellen Halswirbelsäulen-
Röntgenaufnahmen durchgeführt und durch eine neuro-orthopädische
Untersuchung komplettiert. In seltenen Fällen sind auch eine Computertomographie
oder Magnetresonanztomographie notwendig. Neben der radiologischen Untersuchung
ist eine subtile Erhebung der Ursachen (Anamnese) bzw. auch eine manuelle
Funktionsprüfung derHalswirbelsäule unerläßlich.
Charakteristisch für funktionelle Schäden an der Halswirbelsäule
die mit Ohrensausen bzw. Hörstörungen und kurzfristigen Schwindel
beim Blick nach oben oder nach unten einhergehen können. Sind Irritationen
von Nervenfasern durch verschobene oder blockierte Wirbelgelenke. Parallel
dazu entstehen in der Regel starke schmerzhafte Muskelverspannungen
im Nackenbereich, die entweder einseitig oder beidseitig an bestimmten
Stellen des Schädels als sogenannter "Weitergeleiteter Schmerz"
verspürt werden. Dieses Krankheitsbild wird auch als "cervicale
Migräne" bezeichnet.
Die erste medizinsiche Maßnahme ist
in vielen Fällen eine Korrektur der Wirbelsegmente durch entsprechend
ausgebildete Manualtherapeuten.
Die zweite medizinische Maßnahme ist
die Linderung der schmerzhaften Nerven und Muskelschmerzen durch eine
gezielte Akupunktur und evtl. Nauraltherapie.
Des Weiteren können nach ca. 3-4 Wochen
zusätzlich Massagen und Wärmeapplikationen weiterhelfen. Eine
medizinische Gymnastik ist im Einzelfall mit dem Arzt bzw. Physiotherapeuten
abzusprechen.
Zusammenfassend kann man aus HNO-ärztlicher
Sicht berichten, daß in vielen Fällen nach rascher und korrekter
Abklärung eines Schleudertraumas Spätschäden wie Ohrensausen,
Schwindel und chronische Schmerzen im Nacken- und Kopfbereich vermieden
werden könnten. Sollten dennoch die Frühschäden unerkannt
geblieben sein, rentiert sich auf jeden Fall ein ärztlicher Besuch
beim "Spezialisten", um nicht als Folge einer Fehlinterpretation
in die reihe der Psychosomatischen Patienten eingegliedert zu werden.
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