Laser in der Dermatologie

Erfolg und gutes Aussehen gehen oft Hand in Hand. Nicht perfekte Schönheit ist das Ziel, dennoch können kleinere Unregelmäßigkeiten sowohl für das eigene Selbstwertgefühl störend wirken, wie auch allgemein einen negativen Eindruck hervorrufen.
So wird oft bei anlagebedingten roten Äderchen im Gesicht irrtümlich auf übermäßigen Alkoholkonsum geschlossen. Daher ist es nicht verwunderlich, daß immer mehr Frauen, aber auch Männer Laserbehandlungen in Anspruch nehmen. Laser wurden bereits in den 60iger Jahren entwickelt.
In Österreich werden sie im medizinischen Bereich erst seit einigen Jahren verwendet. Heute werden Laser in fast allen Fachgebieten der Medizin für diverse Indikationen eingesetzt.

In dieser Artikelreihe sollen die verschiedenen Möglichkeiten der Lasertherapie im Bereich der Haut vorgestellt werden. Für die unterschiedlichen Indikationen sind jeweils eigene Lasertypen notwendig.
Allgemein gilt für dermatologische Laserbehandlungen, daß sie im Gegensatz zu chirurgischen Eingriffen narbenfrei und weitgehend schmerzlos sind.

Heute werde ich über einen Gelblichtlaser zur Entfernung von Äderchen (Kuperose, Teleangiektasien) berichten.
Die Kuperose findet sich im Wangen- und Nasenbereich: Sie ist häufig schon bei jungen Leuten anzutreffen und wird bei genetischer Präposition durch intensive Sonnenbestrahlung, Wärmeeinwirkung (Sauna) und Alkoholgenuß gefördert. Die Absorption der Laserstrahlen erfolgt vorwiegend durch den roten Blutfarbstoff (Hämoglobin), wodurch die oberflächlichen roten Äderchen veröden. Mit dieser Methode können nur kleine Gefäße, wie sie sich vorwiegend im Gesicht, Hals und Dekollete-Bereich befinden, entfernt werden. Nicht immer ist eine Behandlung ausreichend, je nach Ausdehnung können bis zu drei Sitzungen nötig sein.
Bei schmerzempfindlichen Patienten besteht die Möglichkeit, eine Betäubungscreme vor der Behandlung anzuwenden.
Eine leichte Rötung und Schwellung, welche in der ersten Zeit nach der Laserbehandlung auftreten kann, klingt meist bereits nach wenigen wieder Tagen ab. Das endgültige Ergebnis ist erst nach einigen Wochen zu erwarten.
Die gemeinhin als Besenreiser bezeichneten, oft sehr ausgeprägten blauvioletten Erweiterungen oberflächlichen Gefäße an den Beinen können weiterhin nur durch Unterspritzen beseitigt werden. Hier sollten dem Patienten keine gegenteiligen Versprechungen gemacht werden. Jedoch bei den oben beschriebenen Indikationen ist das Behandlungsergebnis meist sehr befriedigend.




Dr. Med. Univ. Schiwa Schlim-Almasbegy
Andreas-Hofer-Str.4/I
6020 Innsbruck